Inklusion

Im März 2009 trat in Deutschland die UN - Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Kraft. Sie umfasst 50 Artikel, welche alle gesellschaftlichen Bereiche umfassen. Die Vereinbarungen der UN-BRK sollen dazu beitragen, dass die Menschenrechte auch für Menschen mit Behinderungen verwirklicht werden und alle gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Bundesländer sind verpflichtet, jeweils einen entsprechenden „Aktionsplan“ zu erstellen. In diesem steht geschrieben, wie die Vereinbarungen der UN-BRK umgesetzt werden sollen.

Zur UN-BRK:

http://www.behindertenbeauftragter.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Broschuere_UNKonvention_KK.pdf__blob=publicationFile

Nationale Aktionspläne:

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/monitoring-stelle/monitoring/aktions-und-massnahmenplaene.html

Der Artikel 24 der UN-BRK behandelt den Bereich „Bildung“. Dieser besagt, dass jedem Menschen gleichberechtigt und ohne Diskriminierung ein Recht auf Bildung zukommt. Es muss gewährleistet sein, dass alle Kinder und Jugendliche eine allgemeine Schule besuchen können (Grundschule, weiterführende Schule); dies gleichberechtigt mit anderen und in der Gemeinschaft, in der sie leben. Benötigt ein Mensch mit Behinderung hierfür Unterstützung, so müssen angemessene Vorkehrungen und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Ziel ist eine volle und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft.

Das Land Baden-Württemberg hat 2010 entschieden, dass es vor dem Hintergrund der UN-BRK keine Pflicht zum Besuch einer Sonderschule mehr geben darf. Dafür ist eine Änderung des Schulgesetzes nötig (voraussichtlich 2014/15). In sog. „Schwerpunktregionen“, zu welcher auch Stuttgart gehört, sind alle Schulen bereits aufgefordert, sich entsprechend weiterzuentwickeln und Kinder und Jugendliche mit- und ohne Behinderung (bei entsprechender Antragstellung der Eltern) gemeinsam zu unterrichten.

Schulamt Stuttgart zur „Inklusion“: http://www.schulamt-stuttgart.de/,Lde/792001

Der Fasanenhofschule ist es von je her ein Anliegen, dass Kinder gemeinsam- und doch individuell in ihrem Tempo und nach ihren jeweiligen Möglichkeiten lernen können. Vor dem Hintergrund der UN-BRK wurde von Seiten der Heilbrunnenschule (Förderschule) der Kontakt zur Fasanenhofschule im Jahre 2010 intensiviert und gemeinsam eine zukünftig engere Zusammenarbeit beschlossen. Erste Annährungen an das Thema der gemeinsamen Beschulung behinderter- und nichtbehinderter Kinder begannen bereits im selben Jahr, gefolgt von Überlegungen zur Entwicklung einer Konzeption für den gemeinsamen Unterricht an der Fasanenhofschule. Zum Schuljahr 2011/12 wurden daraufhin Kinder mit einem sog. „sonderpädagogischen Bildungsanspruch im Bereich Lernen“ an der Fasanenhofschule aufgenommen. Eine Kollegin der Heilbrunnenschule arbeitet seither an der Fasanenhofschule, unterstützt Kinder im gemeinsamen Unterricht, steht den KollegInnen beratend zur Seite und ist seit 2010 als Teil des Teams an der Konzeptentwicklung beteiligt. Zum Schuljahr 2012/13 konnte schließlich auch der jahrgangsübergreifende Unterricht in den sog. Eingangsklassen etabliert werden. Dieser bietet der Fasanenhofschule ein Fundament, das gemeinsame, gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Lernen von Kindern mit ihren jeweils individuellen Fähigkeiten voranzubringen und uns den Maßgaben der UN-BRK weiter zu nähern.

Schulleitung:

Rektorin: Frau Emeling
Konrektorin: Frau Grochal

Telefon: (0711) 216 57970
Telefax: (0711) 216 57971
E-Mail: fasanenhofschule@stuttgart.de

Adresse:

Fasanenhofschule
Markus-Schleicher-Str. 15
70565 Stuttgart

Öffnungszeiten des Sekretariats:

Montag bis Freitag:
8.00 -12.30 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit:

täglich von 7:30 Uhr - 12.30 Uhr